Aktuelles bei der Waldbesitzervereinigung Starnberg

Bestandsbegründung Herkunftsempfehlung

Welche Herkünfte sollen beim Kauf von Forstpflanzen bestellt werden?


Für Gesundheit, Stabilität und Leistungsvermögen unserer Wälder ist von entscheidender Bedeutung, dass "richtiges" Saatgut verwendet wird. Richtiges Saatgut bedeutet die richtige Herkunft. Die Bäume wachsen dort am besten, wo sie sich durch jahrtausendelange Entwicklung an ein bestimmtes Klima und einen bestimmten Standort angepasst haben. Um Schäden oder schlechtwüchsige Waldbestände zu vermeiden, steht die richtige Herkunftswahl am Beginn jeglichen waldbaulichen Handelns. Deshalb wurden für die wichtigsten Baumarten bestimmte Wuchsgebiete (Gegenden) unterschieden und diesen bestimmte Herkunftsempfehlungen zugeordnet. Folgende Empfehlungen sollen den Waldbesitzer bei der Auswahl der geeigneten Herkunft helfen. Baumschulen geben auf der Rechnung oder dem Lieferschein die Herkunft des Pflanzenmaterials an.

Baumart Gegend Herkunft Ersatzherkunft
Tanne

Alpen und Alpenvorland unter 900m

82711

82708

Bergahorn

Alpen und Alpenvorland unter 900m

80110

80109, 80111 
Schwarzerle

Alpen und Alpenvorland

80208 80206
Buche

Alpenvorland

81024 81018, 81025
Esche

Alpen und Alpenvorland

81108 keine
Europ. Lärche

West- und Süddt. Hügel- und Bergland

83703 keine
Fichte

Alpenvorland

84027 84028, 84026
Kiefer

Alpenvorland

85121 85122
Stieleiche

Süddt. Mittelgebirge und Alpen

81709 81706, 81708
Winterlinde

Alpen und Alpenvorland

82308 82306, 82307

Bei Inanspruchnahme der staatlichen Förderung für die Wiederaufforstung ist die Verwendung der richtigen Herkunft Fördervoraussetzung. Wenn nicht genügend Pflanzen der richtigen Herkunft auf dem Markt vorhanden sind, sind die Ersatzherkünfte zu verwenden.

Eine Möglichkeit, auf die wir unbedingt hinweisen möchten, ist die Bestellung von zertifizierten Forstpflanzen. Hier wird seitens der Baumschule für das Pflanzmaterial ein Zertifikat angeboten, das die jeweilige Herkunft garantiert. Diese ZüF (Zertifizierungsring für überprüfbare Forstliche Herkunft Süddeutschland e.V.) zertifizierten Pflanzen sind etwa 8% teurer als die ohne Zertifikat. Die Verwendung von zertifiziertem Pflanzmaterial wird bei der Wiederaufforstung von Laub- und Mischwäldern zusätzlich mit 0,08 €/Stück gefördert.

Nähere Auskünfte über Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrem Beratungsförster des AELF Weilheim.