Aktuelles bei der Waldbesitzervereinigung Starnberg

Baum des Jahres 2026 - Die Zitterpappel

Die sehr widerstands- und anpassungsfähige Pionierbaumart Zitterpappel (lat. Populus tremula) ist Baum des Jahres 2026. Aufgrund der seitlich abgeflachten Blattstiele bewegen sich die Blätter schon bei leichtem Wind. Daher der Name Zitterpappel oder auch die Redewendung „wie Espenlaub zittern“.

Höhe: Bis 25 (30) m

Lebensdauer: selten älter als 100 Jahre                                          

Wurzelsystem: tiefgreifendes Herzwurzelsystem mit Wurzelbrut

Blätter: rundlich bis eiförmig. Stumpf gezähnt. Lange, seitlich abgeflachte Stiele

Rinde: glatt, grau. Später (Borke): längsrissig, schwarzgrau

Blüte: zweihäusig. Weibliche und männliche Blüten auf getrennten Bäumen.

Früchte: Die Frucht ist eine zwei- bis vierklappige Kapsel, die zahlreiche Flugsamen beinhaltet. Die Samen sind von einem langen, dichten Flausch aus Haaren umgeben

Waldbau: hohe Standortamplitude. Gut geeignet als Vorwaldart und bei Schutzpflanzungen. Auch als Füllholz in Zeitmischung. Trockenheitstolerant.  

Holz: leicht und weich. Bleibt als Splintholzbaum ohne Kernverfärbung. Verwendung: Sperrholzplatten, Zündhölzer, Papier, Obstkisten, Tischtennisschläger

Artenvielfalt: Eine der wichtigsten Futterpflanzen der in Mitteleuropa heimischen Schmetterlinge. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle, Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz, und viele Singvögel finden hier Nahrung.                                                                                                                    

Besonderheiten: ihre Rinde enthält natürliche Salicylate, die ähnlich wie Aspirin wirken.

Mythologie: Im mittelalterlichen Christentum glaubte man, dass das Kreuz Christi aus Espenholz angefertigt wurde. Man bezeichnete die Espe deshalb auch als Judasbaum und gab ihm eine Mitschuld am Tod von Jesus. Einer anderen Legende zufolge begegneten dem auferstandenen Christus viele Baumarten. Alle verbeugten sich vor ihm, bis auf die Espe. Zur Strafe zittert das Espenlaub bei der geringsten Windbewegung.

 

Quellen: baum-des-jahres.de, waldwissen.net, bund-naturschutz.de